6-Benzylaminopurin ist ein synthetisches Zytokinin, das die Zellteilung und Nährstoffanreicherung in unterirdischen Wurzel- und Knollenfrüchten fördert, indem es pflanzenphysiologische Prozesse reguliert und dadurch den Ertrag steigert und die Qualität verbessert.
Der Mechanismus, durch den 6-Benzylaminopurin die Zellteilung in unterirdischen Wurzel- und Knollenfrüchten fördert, besteht hauptsächlich darin, die Expression zellteilungsbezogener Gene zu aktivieren und die Proliferation meristematischer Zellen zu beschleunigen. In unterirdischen Wurzel- und Knollenfrüchten wie Kartoffeln und Yamswurzeln kann 6-BA die Anzahl der Zellen in Knollen oder Rhizomen deutlich erhöhen. Beispielsweise kann es in Kombination mit Forchlorfenuron (CPPU) die Anzahl der Kartoffelknollenzellen um 25–30 % erhöhen und gleichzeitig die Längswachstumsrate von Yamswurzel-Rhizomen um 20–25 % steigern.
Zu seinem Wirkungsmechanismus gehört es, die Differenzierung undifferenzierter Gewebe anzuregen und die Knospenbildung zu fördern, wodurch die Entwicklung unterirdischer Organe stimuliert wird.
Was die Nährstoffanreicherung betrifft, steigert 6-Benzylaminopurin die Synthese von Substanzen wie Stärke, indem es den Transport und die Verteilung von Photosyntheseprodukten reguliert. Es fördert die Translokation von Aminosäuren und Zuckern in das Wurzelsystem. Beispielsweise kann es bei Süßkartoffeln dazu führen, dass der Anteil der den Knollen zugeordneten Photosyntheseprodukte auf über 70 % ansteigt, wodurch sich das Gewicht der einzelnen Knollen um 18–22 % erhöht. Gleichzeitig aktiviert es durch die Kombination von chelatisiertem Kalium und Kalzium die Aktivität der Stärkesynthase (SS) und der Saccharosesynthase (SPS) und erhöht so den Stärkegehalt von Knoblauchknollen um 15–20 %.
Zeitpunkt der Anwendung: Bei unterirdischen Wurzelfrüchten (z. B. Kartoffeln und Ingwer) ist es ratsam, während der späten Bestockungsphase oder der frühen Knollenvergrößerungsphase zu sprühen, um die Zellteilung und Nährstoffansammlung zu fördern.
Konzentrationskontrolle: Die empfohlene Konzentration beträgt 5–8 g/L (d. h. 5000–8000 mg/L). Übermäßige Konzentrationen sollten vermieden werden, um übermäßiges vegetatives Wachstum oder Missbildungen zu verhindern.