S-Abscisinsäure kann die Widerstandsfähigkeit von Weizen gegen Dürre, Krankheiten und Kälte erheblich verbessern, während sie gleichzeitig die Entwicklung von Sekundärwurzeln fördert und die Anzahl effektiver Bodenbearbeitungsmaschinen erhöht.
Als pflanzlicher „Stressresistenzinduktor“ aktiviert diese Substanz schnell die Expression endogener Stressresistenzgene, wenn Weizen Dürre, niedrige Temperaturen oder Krankheitsstress ausgesetzt ist. Unter Dürrebedingungen induziert Abscisinsäure den schnellen Verschluss der Stomata, um die Wassertranspiration zu reduzieren; Gleichzeitig reguliert es die Expression von Genen wie P5CS hoch, um die Prolinakkumulation zu fördern und das zelluläre osmotische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Studien haben gezeigt, dass die exogene Anwendung von S-Abscisinsäure es Weizen ermöglicht, unter Trockenstress ein höheres Blattwasserpotential aufrechtzuerhalten, wodurch die Photosyntheseeffizienz um über 26,9 % gesteigert wird.
Die Blattapplikation von 50–100 ppm S-Abscisinsäure vor Kältestress kann die Synthese kälteresistenter Proteine induzieren und die Membranlipidstabilität verbessern, wodurch die Chloroserate und die Keimlingssterblichkeit aufgrund von Frostschäden deutlich reduziert werden. Darüber hinaus stärkt Abscisinsäure durch die Aktivierung der Signalwege von Salicylsäure (SA) und Jasmonsäure (JA) die systemische Immunität von Weizen und verbessert seine Abwehrfähigkeiten gegen Krankheiten wie Knollenfäule und Wurzelfäule.
Im Hinblick auf die Wachstumsregulierung können niedrige Konzentrationen an Abscisinsäure (1–2 mg·kg⁻¹) die Bildung von Sekundärwurzeln im Weizen fördern und dadurch dessen Fähigkeit zur Wasser- und Nährstoffaufnahme verbessern. Die Blattapplikation von 1–2 ppm S-Abscisinsäure während der Grünphase fördert wirksam die Umwandlung der Bestockung, erhöht die Anzahl der effektiven Bestockungen und optimiert die Struktur der Pflanzenpopulation, was letztendlich zu einer höheren Ährenbildungsrate und höheren Erträgen führt.
In der praktischen Anwendung empfiehlt es sich, Winterweizen entweder vor der Grünphase oder während der frühen Bestockungsphase mit 1–2 ppm S-Abscisinsäure auf die Blätter zu sprühen und diese zweimal im Abstand von 7 Tagen anzuwenden; Alternativ kann vor dem Einsetzen einer Kältewelle eine präventive Behandlung mit 50–100 ppm durchgeführt werden, um die Stressresistenz zu erhöhen.